1975 kam der erste Heimcomputer der Welt heraus. Im selben Jahr begannen Bill Gates und Microsoft ihre kommerzielle Karriere, indem sie BASIC für diesen Rechner umschrieben.
BASIC ist eine der am weitesten verbreiteten Programmiersprachen der Welt und wurde 1964 am Dartmouth College entwickelt – als freie Software. Elf Jahre später schrieb Gates den BASIC-Interpreter „Altair BASIC“ und ging anschließend nach Albuquerque, um dort als freier Mitarbeiter für MITS, den Hersteller des Altair zu arbeiten und brach hierfür sein Jurastudium ab, das durch seine Umtriebe ohnehin beinahe sein Ende gefunden hätte: Gates hatte seine BASIC-Version an Uni-Rechnern geschrieben und anschließend als proprietäre Software vertrieben. Zu deutsch: Bill Gates übersetzte an öffentlich finanzierten Rechnern freie, gemeinschaftlich entwickelte Software für einen neuen Computer und vertrieb diese kommerziell – aus Sicht von Harvard ein Missbrauch, welcher der Uni nicht schmeckte und Gates an den Rand des Rauswurfs brachte. Die Computeramateure sollten nach Gates nun also dafür, was vorher frei verfügbar war, 500$ auf den Tisch legen – zur verständlichen Empörung der Hacker. Im Februar 1976 besaß der Microsoftgründer, frustriert über Raubkopien, die Computeramateure für ihr gutes Recht befanden, gar den Nerv, einen offenen Brief zu schreiben, der unter dem Namen „Open Letter to Hobbyists“ bekannt werden sollte. In diesem Schrieb beklagt er sich über die freie Nutzung „seiner“ Software und fordert dazu auf, für professionelles Programmieren auch zu bezahlen.
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